„Was wäre, wenn wir Bewertungen nicht mehr aufgrund einer Klausur oder Hausarbeit bekämen, sondern aufgrund unseren Verhaltens, unserer Entwicklung, die mithilfe von Learning-Analytics-Anwendungen aufgezeichnet und/oder mit E-Portfolios dokumentiert und reflektiert wurden.“

Ein schöner Traum – weil: auch die Lernentwicklung berücksichtigt würde, oder Utopie – weil: kaum durchführbar und gleichzeitig eine „Überwachung“ des Lernenden.

Ich denke, dass es auf der einen Seite motivierend sein kann, dass auch der Lernaufwand, den man unterhalb des Semesters hat, gewürdigt wird. Vielleicht würde es auch den Stress der Prüfungsphase reduzieren, da man ja über einen längeren Zeitraum hinweg zeigt, dass man am Ball bleibt. Für Menschen mit Prüfungsangst wäre das bestimmt super – für sie ist es schwierig „auf Knopfdruck“ in der Klausur ihr Wissen zu zeigen, selbst wenn sie sich gut vorbereitet haben.

Auf der anderen Seite sehe ich die Gefahr, dass es für die Dozenten dennoch schwierig ist einen guten Maßstab zu finden. Denn – was heißt schon Lernfortschritt? Nur dass ich in der Veranstaltung nachweislich anwesend bin, garantiert noch keine geistige Anwesenheit…

Ich fände es schön, wenn der Lernfortschritt für einen persönlich festgehalten würde und man sich fortlaufend selbst überprüfen könnte. So etwas habe ich auch schon erlebt- OK, unter Zwang, aber letztlich wars gut. Wir mussten, um für die Prüfung zugelassen zu werden an Übungen teilnehmen, die wir jede Woche abgegeben haben. Diese wurden überprüft und besprochen. Zum damaligen Zeitpunkt fand ich das natürlich etwas stressig, aber rückblickend war es gut, weil man sich mit dem Thema wirklich auseinandersetzt (nicht nur einmal drüberlesen und denken man hätte es begriffen 😉 ).

Für größere Gruppen würde sich auch eine online Plattform anbieten, auf der man Fragen beantworten kann. Nachdem man sich durch die Aufgaben gearbeitet hat, gelangt man erst zu Auflösung. Allerdings würde ich das so handhaben, dass man zwar die Aufgaben bearbeiten muss, um für die Klausur zugelassen zu werden, die Leistung, die man aber in dieser „Selbstlern/Selbstprüfungsphase“ nicht bewertet. Das würde etwas Druck herausnehmen, aber als Lerner bekommt man dennoch Feedback und kann dann seine Wissenslücken gezielter schließen.

Advertisements

Der SOOC 13/14 neigt sich dem Ende zu… Zeit zurückzuschauen und nachzudenken:

Lernzuwachs SOOC

Was war mein persönlicher Lernzuwachs im SOOC13/14?

Zunächst einmal: Ohne den SOOC hätte ich nie (ich glaube wirklich nie!) geblogt,  ich hätte jetzt keinen Twitteraccount und wäre vermutlich nicht allein auf die Suche nach all den spannenden E-Learning-Tools gegangen. Außerdem habe ich über mein Medienverhalten nachgedacht. Besonders beigetragen dazu hat vor allem der Vortrag vom CCC, der mir in Hinblick auf Netzsicherheit einiges gebracht hat. So verwende ich mittlerweile z.B. Trackblocker und zwischendurch auch Tor (Tor ist allerdings manchmal etwas sperrig – versucht damit mal youtube zu nutzen…).

Besonders gelungen waren die Live-Sessions eigentlich immer. Ich bin auch ganz begeistert von den Videokonferenzen und Präsentationen an sich. Das würd ich mir doch ab und an auch für meine „regulären“ Lehrveranstaltungen wünschen. Dann könnte ich von überall her meine Vorlesungen anhören. An manchen Stellen sind diese Anwesenheitsveranstaltungen doch überholt… Ein Studium sollte einen außerdem zu eigenständigem Denken und Handeln anleiten – warum dann immer der Ruf nach Anwesenheit und Pflicht? Bin ich etwas nicht alt genug um meinen Lerntag selbst zu strukturieren? Ich muss mich doch letztlich nur vor mir selbst rechtfertigen, in dem was ich tue und lerne! Wenn ich weiß, was ich machen möchte, dann habe ich auch die Motivation zum Lernen!

Es ist ja auch nicht so, dass alles, was als Online-Kurs konzipiert ist gleichbedeutend mit laissez-faire wäre. Auch im SOOC gab es schließlich begrenzte Zeiträume und Termine…

Welche Themen haben euch besonders weitergebracht?

Der Weihnachtsmann hat jedenfalls eine Mutter! – Wo er herkommt? Man munkelt…

 

Schön gemachte Präsentation 🙂 – leider nicht von mir…

Ich werde mich nächste Woche auf die Suche nach dem Weihnachtsmann begeben und eure Wissbegierde nach der Herkunft des Weihnachtsmannes befriedigen. 😉

Heutzutage kommt beim Lernen wohl kaum jemand um elektronische Hilfsmittel herum. Wenn ich daran denke, wie ich mich auf Antestate im Chemiestudium vorbereitet habe, dann tauchte irgendwann immer Wikipedia auf – trotz Warnungen unserer damaligen Betreuer Wikipedia nicht bedingungslos zu vertrauen.

…und so kam es dann auch, dass einmal fast ausnahmslos alle meiner Kommilitonen (und mich eingeschlossen) den selben Fehler in einer Reaktionsgleichung hatte… naja, manchmal wäre da etwas mehr Recherche doch besser.

Um sich jedoch einen ersten Überblick zu verschaffen ist Wikipedia meiner Meinung nach gut geeignet. An und für sich sind die Angaben auch recht genau. Die Community verbessert Artikel schnell, wenn sich gravierende Fehler einschleichen. Außerdem finden aktuelle Themen schneller Verbreitung, als sie dies zu Zeiten des gedruckten Brockhaus fanden.

Eine weitere sehr gute Quelle ist die Seite Chemgapedia. Hier kann man ganz interaktiv zu einzelnen Themen / Gebieten der Chemie auswählen. Die Lerneinheiten sind gut strukturiert. Es gibt Animationen, gute Graphiken und ein Lexikon. Für das Grundstudium habe ich damit gern gelernt. Das schöne ist – alles kostenfrei und frei zugänglich!

Momentan lässt sich leider nicht mehr so bequem lernen – dass einem das Wissen sogesehen auf dem Silberteller präsentiert wird, ist passé. Da heißt es ran an die Originalpublikationen! 😉

Hierfür benutze ich am liebsten Scifinder, für den es über den Fachbereich der Uni Lizenzen gibt. Scifinder ist eine web-basierte Datenbank, die vom Chemical Abstract Service entwickelt wurde. Die Bedienung ist sehr einfach und ermöglicht eine schnelle Literaturrecherche. Wenn man eine Suche durchgeführt hat, kann man seine Suche auch speichern und beim nächsten Anmelden weiterführen. Leider ist Scifinder nur nach vorherriger Anmeldung zu benutzen. Ein großer Nachteil also.

Ich denke, dass jeder Fachbereich so seine eigenen Werkzeuge mit sich bringt und man sich mit der Zeit auf „seine“ Werkzeuge einspielt, bzw. weiß womit man gut arbeiten kann.

…morgen ist ja bekanntlich nach dem Schlafen und weil ich gerade in Bloglaune bin, schreibe ich gleich noch weiter ;).

Im Rahmen des SOOCs wurde gefragt: WIE SEHT IHR DAS? Gemeint war folgender Artikel, in der eine Lehrerin offenbart, dass sie bei Facebook mit Schülern befreundet sei.

Erlaubt oder nicht, unangemessen, modern, zu intim, gutes Angebot? Es stellen sich viele Fragen! Die Lehrerin argumentiert, dass sie selbst keine Freundschaftsanfragen verschicke, sondern jediglich annehme. Sie sei über Facebook für ihre Schüler erreichbar, außerhalb der Hemmschwellen, die bspw. auftreten, wenn andere Schüler mitbekämen, dass sie sie um Rat fragen.

Als Lehrerin müsse sie präsent sein, nicht nur über moderne Mediennutzung reden, sondern sie benutzen, damit sie ihren Schülern zu einer kritischen Mediennutzung anhalten könne.

Das bayrische Kultusministerium habe allen Lehrern nahegelegt, ihre Accounts zu löschen, bzw. den Kontakt zu Schülern über Social Media zu vermeiden.

Ich finde jedoch, dass es gut ist, dass es engagierte junge Lehrer gibt, die sich für die Lebensrealität (und ja, die findet heutzutage vielfach auch online statt!) ihrer Schüler interessieren. Immer wieder liest man von Fällen von Cybermobbing, was gerade durch Schulkameraden betrieben wird. Falls Lehrer hier eingreifen können, so sollten sie es tun! Vielleicht sind sie in der Lage schlimmeres zu verhindern…

Außerdem denke ich mittlerweile, dass es lebensfremd ist, sich nicht mit Social Media zu befassen (der SOOC1314 war dahingehend die weiseste Modulwahl im Stundenplan dieses Semesters 😉 ). Jeder sollte sich eine kritische Meinung bilden und die entsteht durch ausprobieren, vorsichtig im Netz unterwegs sein, nicht alle Daten preis geben etc. (Zur Sicherheit im Netz ist auch die Vorlesung vom CCC im Rahmen des SOOCs zu empfehlen!). Wenn man die Schüler zwischendurch auch mal an die Hand nimmt und auf Stolperfallen hinweist, über Mediennutzung diskutiert, dann finde ich das eine super Sache!

Jetzt geht die Frage also an euch weiter: WIE SEHT IHR DAS? Übertreibt das Kultusministerium? Ist die Präsenz in Facebook für Lehrkräfte wirklich so schlimm? Mischen sich Lehrer dadurch in das Privatleben der Schüler ein und werden dadurch Grenzen verwischt?

Liebe Freunde der süßen Gaumenfreuden 🙂 !

Passend zur Jahreszeit habe ich mir gedacht, ich poste eine Rezeptanleitung als Bildergeschichte mit CC (Creative Common) Bildern.

Als Rezept habe ich mir „Wespennester“, ein Familienrezept meiner Großmutter herausgesucht. Viel Spaß beim Nachbacken 🙂 – ich komme auch zum Plätzchen essen vorbei ;).

Zutaten:

250 g Mandeln, 250 g Zucker, 4 Eiweiß, 100g dunkle Schokolade, 1 Prise Zimt, Backoblaten

Mandeln mit etwas Zucker rösten und auskühlen lassen. Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, Zucker, gehackte Schokolade, Gewürze, Mandeln dazugeben. Mit Teelöffel Häufchen auf die Oblaten setzen und bei 150°C ca. 40 min backen. (Am besten beim Backen einfach mal in den Ofen schauen, jeder Ofen ist da anders…)

Das Ergebnis meiner Weihnachtsbäckerei schaut dann so aus:

Wespennester

Selbst gebacken – Selbst fotografiert 🙂